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Donnerstag, 12. Februar 2004
Norderney - Deutschland
ilja, 13:53h
Wir wurden am Donnerstag, den 29.01.2004 von gut
20 Freunden auf Norderney empfangen. Susanne und Torsten vom Surf-Cafe organisierten zu unserer Ankunft eine kleine Willkommensparty und so viel uns die erste Nacht auf der Insel nicht ganz so schwer. Ja, wir sind wieder im deutschen Winter, für uns eine unglaubliche Umstellung. Wir frieren, uns ist kalt und wir sehnen uns sehr nach der Wärme und dem warmen Wasser. ![]() Aber das wird wohl eine Zeit dauern. Die letzten zwei Wochen haben wir mit Wohnungssuche, Jobsuche, Aklimatisieren, Freunde treffen und unser neues Leben organisieren, verbracht. Zum Tagesablauf gehören lange Hundespaziergänge mit Rusty, die sich unglaublich gefreut hat, wieder hier mit uns auf der Insel zu sein. Wir hoffen, dass wir bald ein Dach über dem Kopf (im Moment wohnen wir bei Silke, da sie in der Schweiz ist; Vielen Dank dafür!) finden werden und alles seinen geregelten Lauf nimmt. Wir werden jetzt für eine Zeit lang mal etwas "spießig" werden und irgendwann mit einer "Sydney II" wieder auf große Tour gehen. Versprochen! Noch ein paar ganz spezielle und liebe Grüße an Rosie, Doug und Charlie von unserem Rettungsschiff "Laura-Bruce". ![]() An Arnie & Elke von der "Prima Vera": Vielen Dank für Euren lieben Brief, eine Antwort kommt und wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr es wirklich im Sommer hierher auf die Insel schafft. Take care! An Inge & Josef von der "Marou": Wir werden Euch bestimmt mal im Sommer in Metelen belästigen..!!! An all die anderen: Paßt gut auf Euch auf und genießt die Zeit! Wir sehen uns auf Norderney! Ilja & Stefan ... link Samstag, 24. Januar 2004
Noch 24 Stunden Barbados
ilja, 16:24h
Am 23. Januar 2004 haben wir im Standesamt von Bridgetown auf Barbados geheiratet.
Sehr viele freundliche und mehr als hilfsbereite Menschen haben uns an diesem Tag geholfen, dass es so spontan geschehen konnte. Wir danken den Mitarbeitern der "General Post Office", die alles fuer uns getan haben, Clyde Nicollas der uns getraut hat, Doug, Rosie und Charly, die uns begleitet haben und all den anderen!!! Es war ein traumhafter Tag! ![]() Zweimal "Yes, I do" und wir durften uns kuessen!!! ![]() ...und dann ging es an den Strand.... ![]() ...gluecklich... ![]() ...im Sand... ![]() Hier wurde dann gefeiert... ![]() ...mit unseren Freunden Doug, Rosie und Charly. ![]() Und so ging dieser traumhafte Tag zu Ende.... Morgen, Sonntag den 25. Januar werden wir nach Deutschland zurueck fliegen und zum naechsten Wochenende auf Norderney sein. Wir koennen leider keine E-Mails beantworten da wir noch immer ein Problem mit AOL haben. ... link Donnerstag, 22. Januar 2004
Barbados - Karibik
ilja, 18:05h
Wir sind auf der anderen Seite des Atlantiks angekommen!
Wie schon einige von Euch erfahren haben, war die Reise der Segelyacht Sydney am 09. Januar 2004 auf der Position 15 N 02' und 38 W 03' zu Ende. Wir haben an diesem Freitag Mittag unsere Seenotrettungsboje eingeschaltet, da unser Schiff nicht mehr in der Lage war, uns ueber den Atlantik zu bringen. Uns sind 3 Unterwanten gebrochen und die Ruderanlage hatte leider auch einen Schaden. Am Nachmittag des gleichen Tages haben wir auf ein "Mayday" ueber UKW-Sprechfunk Kontakt mit einer englischen Yacht bekommen, die gluecklicherweise nur 10 sm von uns entfernt war. Gegen 18 Uhr haben wir unser Schiff verlassen, was mit einigen Problemen verbunden war, da unsere frisch gewartete Rettungsinsel sich nicht geoeffnet hat. Von dortan haben wir die Fahrt auf Laura-Bruce, einem 50 Jahre alten Gaffelsegler, fortgesetzt. Bei all dem Pech, hatten wir mit den Eignern groesstes Glueck. Die 12 Tage auf See mit Doug, Rosie und Charlie taten uns sehr gut. Wir wurden ein auf einander abgestimmtes Team und wohl die dicksten Freunde, die man mitten auf dem Atlantik treffen kann. Die "Laura-Bruce" ist auf dem Weg nach Neuseeland. Wir werden noch ein paar Tage auf Barbados bleiben und dann den Rueckflug nach Deutschland antreten. Wir haben alles was wir hatten verloren und leider war unser Schiff gegen eine solche Havarie nicht versichert. Also fangen wir nochmal ganz von vorne an. Und das mit dem Anfang nehmen wir morgen schon ganz ernst: Wir werden morgen, am 23. Januar 2004 hier auf Barbados heiraten!! .. und irgendwann fliegen wir auch mal nach Sydney!!! Wir freuen uns, wenn Ihr alle auch morgen in Gedanken ein wenig bei uns seid. Leider geht auch fuer Euch diese schoene Reise nun zu Ende. Ein paar spezielle Gruesse an die lieben Leute, die wir auf dieser Reise kennengelernt haben: Tina & Rainer "Pimo II" Tina & Peter "Running Dear" Horst "Jandreso" Elke & Arni "Prima Vera" Inge & Josef "Marou" .... und all die anderen.... Wir sehen uns auf Norderney!!! ... link Dienstag, 30. Dezember 2003
Tarrafal-Sao Nicolau- Kapverden
ilja, 15:58h
Heute nur einen kurzen Bericht, da der Computer so das langsamste technische Geraet der Welt ist.
Wir sind vor 3 Tagen von Sal durch die Nacht nach Sao Nicolau gesegelt und liegen hier hinter einer Mole vor Anker. Der Nachttoern war sehr entspannt und bei der Ansteuerung der Insel wurden wir von 8-9 Windstaerken ueberrascht, die Genua schnell geborgen und die letzten 3 Seemeilen ging es dann unter Motor in die Ankerbucht. Da die Ankerbucht unmittelbar vor einem grossen Berg liegt, haben wir seitdem wir hier sind mit schweren Fallboen zu kaempfen. Die Windspitze, welche Josef mit seinem Windmesser gemessen hat, lag bei 50 Knoten, das entspricht 10 Windstaerken oder 90 km/h. Soviel Wind braucht kein Mensch und keine Yacht am Ankerplatz. Heute haben wir Wasser an einer Bunkerstation bekommen und wir sind mit gut 250 Litern bestens ausgeruestet fuer die naechste Etappe nach Martinique. In 2-3 Tagen werden wir die Kapverden verlassen und uns auf den Toern von 2200 Seemeilen, das entspricht ca. 3.900 km, begeben. Leider ist der Rechner zu langsam, um Fotos auf die Seite zu laden, oder gar Emails zu versenden. Dies werden wir von der anderen Seite des Atlantiks dann nachholen. Hier in Tarrafal ist es von der Versorgung her noch schlechter als auf Sal. Hier gibt es nix und davon ganz viel. Die Wettervorhersage fuer die naechste Zeit sieht sehr gut aus, der Passat ist zurueckgekehrt und die Winde stehen so, dass wir zwischen 18 und 24 Tagen die andere Seite erreichen sollten. Es kann immer noch die grosse Flaute eintreffen, was wir nicht hoffen, aber man weiss ja nie. Also macht Euch keine Sorge, gerade unsere Eltern, falls das Telefon nicht direkt nach 24 Tagen klingelt!! Jetzt werden wir Euch allen, wo auch immer Ihr Euch befindet, einen guten Rutsch in das Jahr 2004 wuenschen und hoffen, dass Ihr uns in Gedanken mit besten Wuenschen und viel Glueck ueber den Atlantik begleitet. Bis naechstes Jahr !!! ... link Dienstag, 23. Dezember 2003
Sal - Kapverdische Inseln
ilja, 18:51h
Na also, wir haben ein Internet-Cafe gefunden und uns mal wieder bemueht Euch ein wenig Spass zu bereiten!
Heute ist Dienstag, der 23. Dezember 2003, und wir liegen noch mit "Sydney" in der Ankerbucht von Palmeira auf Sal / Kapverdische Inseln. Aber fangen wir erstmal von vorne an: Unseren letzten Abend in Las Galletas haben wir mit Sandra und Flo von Norderney verbracht. Die beiden besuchten uns und an Bord gab es einen kleinen Abschiedsumtrunk und zum Abendessen goennten wir uns noch einmal den leckeren Burger in dem franzoesischen Restaurant "Poseidon". Es wurde Bier mit und ohne Alkohol getrunken, lecker gespeist und mal wieder sehr viel gelacht. ![]() Sandra und Flo fuhren zu spaeterer Stunde zurueck zu ihrem Appartement und wir statteten am letzten Abend Elke und Arnie noch einen letzten Besuch ab. Am naechsten Morgen, Dienstag, den 09.12.2003 lichteten wir unsere drei Anker und legten uns noch fuer ein paar Stunden zum Aufraeumen und Verstauen der Anker und des Dinghis zu Arnie ins Paeckchen. Wir wurden versorgt mit Kaffee, frisch gepresstem O-Saft und einer Portion Chili fuer den ersten Abend auf See. Wir haben uns beim Anblick des Chilis schon in Gedanken vorgestellt, wie sich das wohl aussenbords macht. Wir konnten am Abend vorher Sandra und Flo noch ueberreden uns aus dem Supermarkt einige Sachen mit dem Mietwagen zu bringen und so waren sie genau wie auf Norderney zum grossen Abschied da. Florian hatte sich fuer diesen Anlass extra etwas chique gemacht: ![]() Gegen 14.00 Uhr Ortszeit verliessen wir die Bucht von Las Galletas mit vielen schoenen Erinnerungen, mit Gedanken an Menschen, die wir kennengelernt haben und neugierig auf das was vor uns liegt. Bei schwachen Winden fuhren wir mit Genua und Großsegel auf einem Kurs von SSW. Fuer die Strecke von 760 sm (ca. 1400 km) benoetigten wir 7 Tage und 20 Stunden. Dieser Toern hat Spass gemacht, der Wind blies konstant mit 3-4 Windstaerken aus NO und die Wellen waren nicht unangenehm. Falls Ihr Euch schon gefragt hat, wie ist wohl den beiden das Chili bekommen, es hat hervorragend geschmeckt und es wurde nichts an Neptun geopfert. Auch zu unserer Ueberraschung blieb die kollossale Seekrankheit auf dieser Reise aus. Ganz im Gegenteil, wir kochten leckerste Sachen und teilten uns sogar zum Sonnenuntergang am 3. Advent eine Dose Bier. Keine Nebenwirkungen! ![]() Die Tage vergingen wie im Fluge und unsere Etmale (das sind die gesegelten Meilen in 24 Stunden) lagen immer um die 100 sm. Am Mittwoch, den 17.12.2003 hiess es um 09.00 Uhr morgens "Land in Sicht". Um 11.30 Uhr waesserten wir unseren Freund Bruce und er grub sich in Windeseile in den Sandboden der Ankerbucht von Palmeira. Wir fanden hier eine ruhige mit tuerkisklarem Wasser gefuellte Ankerbucht vor. Wassertemperatur liegt bei 23-24 Grad und die Luft weht uns mit 28 Grad um die Nase. ![]() Leider war dies am Abend auf See, wie das Foto oben zeigt, nicht immer der Fall. Wenn man den ganzen Tag in der Sonne gesegelt ist, wurde es am Abend ganz schnell ganz schoen kalt (20 Grad). Aber jetzt sind wir ja hier. In der Ankerbucht lagen als wir ankamen Tina und Peter von der "Running Dear", die wir schon aus Spanien kannten und so bekamen wir die wichtigsten Informationen ganz schnell mitgeteilt. Und so machten wir uns noch am gleichen Tage auf und klarierten bei der lokalen Polizei ein und lernten dabei Karl-Heinz kennen, der hier einen Stuetzpunkt fuer den Trans-Ocean-Verein betreibt. Er hat uns und andere deutsche Segler, die auch gerade hier erst angekommen waren, bei den Behoerdengaengen begleitet und war uns eine grosse Hilfe. Danach folgten die fuer uns ueblichen Dinge nach einem laengeren Toern: Aufraeumen, ein wenig putzen, das Ankerbier und lange, lange schlafen. Am naechsten Tag erkundeten wir die Insel mit einem Aluguer, das sind offene Jeeps mit der Funktion eines Sammeltaxis. Die Fahrt brachte uns ueber Schotterpisten nach Santa Maria in den Sueden der Insel, wo man einen traumhaften tuerkisenen Sandstrand findet, wo aber auch die ersten Hotelbauten mit All-inclusive-Touristen aus dem Sand wachsen (Foto wird nachgeliefert). Die Ankerbucht dort in Santa Maria war leider zu bewegt und so entschieden wir uns noch ein paar Tage in Palmeira zu bleiben. In der Nacht von Freitag auf Samstag setzte dann morgens um 02.30 Uhr ein Seegang, entstanden durch den Teufel, ein und lief in unsere gemuetliche Bucht. Von dem 4-5m Swell aus dem Atlantik erreichten immerhin noch 1,5 m die Ankerbucht. Dieses Geschaukel machte ein Schlafen unmoeglich. Die gut 20 Schiffe hier in der Bucht tanzten durch die Wellen und zum Morgengrauen verholten wir "Sydney" etwas weiter hinter die Mole und hofften auf ruhigeres Wasser. Kurz nach dem Verholen konnten wir ein franzoesisches Schiff, welches vorher unweit neben uns gelegen hat, vor Anker in einer brechenden Welle sehen. Den Leuten der gesamten Bucht blieb der Atem stehen. Der Eigner wurde mit dieser Welle dann auch wach (unglaublich wie tief Franzosen schlafen koennen) und verholte dann ebenfalls hinter die Mole. ![]() Seit gestern hat sich das Wasser wieder beruhigt und wir liegen alle ruhig und geschuetzt in dieser traumhaften Bucht. ![]() Wir haben uns entschieden, ueber die Weihnachtstage hier zu bleiben und den Heiligen Abend mit Inge und Josef von der "Marou" und anderen deutschen Seglern zu verbringen. Wenn die Wetterprognosen und der Passatwind uns wohlgesonnen sind, werden wir nach Weihnachten zu der Insel Sao Nicolau segeln und dort, wenn es uns gefaellt, auch noch Silvester verbringen. Sao Nicolau ist im Gegensatz zu Sal eine sehr gruene Insel und wir koennen dort unsere Wasservorraete auffuellen und frische Sachen wie Obst und Gemuese fuer die Atlantikueberquerung noch einkaufen. Die Versorgungsmoeglichkeiten hier auf den Kapverden sind nicht wie in Deutschland, manche Sachen gibt es nur an einzelnen Tagen, wie Brot zum Beispiel. Fisch dagegen gibt es immer, ueberall und in allen Ausfuehrungen. Die Kapverdianer sind ein freundliches und immer gut gelauntes und hilfsbereites Volk. In den Strassen hoert man aus jedem 2. Haus laute Musik und die Leute tanzen und haben immer ein Laecheln auf den Lippen, auch wenn es ihnen nicht immer dabei gut geht. Da sollten wir uns ein Beispiel dran nehmen. Und jetzt wollen wir, Ilja & Stefan, Euch allen, die ihr fleissig unsere Seite lest, ein frohes Weihnachtsfest wuenschen. Leider funktionieren unsere deutschen Handys hier nicht und das Telefonieren aus einer Telefonzelle ist nicht zu bezahlen. Dazu kommt dann leider noch ein Problem mit unserer E-Mail Adresse, wir koennen unsere Post lesen aber keine an Euch verschicken. Danke fuer die vielen Mails zu Weihnachten! Deshalb bitten wir Sina und Manfred diesen Reisebericht auszudrucken und so schnell wie moeglich dem Weihnachtsmann mitzugeben, das dieser unsere Eltern zu Weihnachten erreicht. Also Mutti und Rusty und Mama und Papa, wir beide wuenschen Euch ein schoenes Weihnachtsfest und wir sind in Gedanken bei Euch. Fuehlt Euch ganz fest gedrueckt! ![]() ... link Nächste Seite |
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Norderney - Deutschland
Wir wurden am Donnerstag, den 29.01.2004 von gut 20 Freunden auf Norderney empfangen. Susanne und Torsten vom Surf-Cafe organisierten zu unserer Ankunft eine kleine Willkommensparty und so viel uns die erste Nacht auf der Insel nicht ganz so schwer. Ja, wir sind wieder im deutschen Winter, für uns eine unglaubliche Umstellung.... ilja (27.01.06 19:50) Impressum
"Norderney - Sydney" ist ein privates Weblog ohne kommerzielle Interessen, in dem die Erfahrungen der Segel-Weltreise von Ilja und Stefan notiert werden. Ansprechpartnerin für alle Fragen ist (per e-mail): Ilja Bischoff. Hinweis: während der Segel-Reise habe ich keine Adresse, unter der ich persönlich erreicht werden kann; ich kann nur vom Festland aus auf... ilja (27.01.06 19:49) Happy Birthday
Gruss von hoher See, irgendwo zwischen Baiona und Lissabon, an das Geburtstagskind (wenn man zu 45 Jahren noch Kind sagen darf) Manfred Aschmutat. Das ist noch immer Stefans Bruder. "Happy Birthday to you, Happy Birthday to you, Happy Birthday lieber Manfred, Happy Birthday to youhuuu ...!" ilja (27.01.06 17:25) |
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